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Erfrischender Bewegungsgarten

Erfrischender Bewegungsgarten

 Jahresthema 2015/2016

Über Bewegung die Welt entdecken

(Aus dem Buch von R. Zimmer „Über Bewegung die Welt entdecken“)

Für Kinder ist die Welt eine Bewegungswelt, die voller interessanter Möglichkeiten steckt. Sie reizt zur Erprobung der eigenen Kräfte und bietet viele Gelegenheiten, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern und sich ein Bild von sich selbst und der Umwelt zu machen. Bewegung ist Ausdruck der Vitalität und Lebensfreude von Kindern. Sie rennen und schaukeln, krabbeln und springen, klettern und balancieren, wo immer sie dazu Gelegenheit haben. Dies tun sie aus Lust an der Tätigkeit selbst und den damit verbundenen Empfindungen, aber auch aus Interesse an den Dingen und Objekten, die sie umgeben. Über Bewegung und Spielsetzen sie sich mit ihrer Umwelt auseinander, versuchen auf sie einzuwirken, sie zu begreifen und zu ändern.

Mit ihrem Körper gewinnen Kinder Erkenntnisse über die Beschaffenheit ihrer Umwelt, über Gegenstände und deren spezifischen Eigenschaften – diese Erfahrungen sind eng an die Bewegung gebunden. Nur durch Bewegung können Kinder sich ein Bild davon machen, wann, warum und wie ein Ball springt, rollt oder fliegt und wie man dies beeinflussen kann.

Bewegung ist somit ein wichtiges Mittel für die Erfahrung undAneignung der Wirklichkeitund bietet vielfältige Gelegenheiten, etwas über sich selbst und die anderen, über die soziale und materielle Umwelt zu lernen. Über die Erkenntnisse, die das Kind mit seinem Körper gewinnt, entwickelt es ein Bild von den eigenen Fähigkeiten, es macht die Erfahrung von Können und Misserfolg, von seiner Leistungsfähigkeit und seinen Grenzen. Kinder erleben durch ihre körperlichen Aktivitäten, dass sie selbst imstande sind, etwas zu leisten, ein Werk zu vollbringen, dass sie mit ihren Handlungen

etwas bewirken können. Dies ist die Voraussetzung für Selbstvertrauen und für ein positives Selbstwertgefühl. Bewegung eröffnet also Möglichkeiten der Begegnung mit der Welt, der Einsicht in Zusammenhänge, der Erkenntnis von Ursache und Wirkung. All dies bedarf vor allem bei Kindern des unmittelbaren Tuns und der Selbsttätigkeit.

 

Sprache und Bewegung:

 

Sprache und Bewegung sind zwei wesentliche Dimensionen der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung, die zwar in ihrer Entwicklung getrennt voneinander betrachtet werden können, die sich gleichzeitig aber in Abhängigkeit voneinander entfalten und sich gegenseitig beeinflussen.

 

„Bewegung fördert die Netzwerkbildung des Gehirns und erleichtert so, neues Wissen aufzunehmen und zu verarbeiten. Denn Toben ist nicht einfach ungesteuertes Herumdüsen! Über die Bewegung erfahren Kinder sich selbst und ihre Umwelt“.

 

(R. Zimmermann)